Gebet und Gottesdienst zuhause

Gebet und Gottesdienst zuhause

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Andacht zum Hochfest Christi Himmelfahrt
von Diakon i.R. Peter Weiler

Es ist Krieg. Ein ratloser Psalm.

Aufgeschreckt bin ich, Ewiger, reibe mir zitternd die Augen,

ein Traum muss es sein, ein schrecklicher, ein Alptraum.

 

Entsetzt höre ich die Nachrichten, kann es nicht fassen,

Soldaten marschieren, kämpfen und sterben. Es ist Krieg.

 

Der Wahn eines Mächtigen treibt sie zu schändlichem Tun,

mit Lügen hat er sie aufgehetzt, mit dem Gift seiner Hassreden.

 

In den Kampf wirft er sie, missbraucht ihre Jugend, missbraucht ihre Kraft,

erobern sollen sie, töten sollen sie, sein Befehl ist eiskalt.

 

Seine Nachbarn hat er zu Feinden erklärt, ein Zerrbild gemalt,

in den dunkelsten Farben seiner wirren Machtphantasien.

 

Niemand wagt ihm zu widersprechen, seine Claqueure halten still,

ein Marionettentheater umgibt ihn, das er höhnisch bespielt.

 

Seine Bosheit hat Raffinesse, listig und schamlos geht er voran,

die Versuche ihn umzustimmen liess er ins Leere laufen,

 

umsonst sind sie angereist aus besorgten Ländern,

Friedensappelle und Warnungen liessen ihn kalt.

 

Angst und Schrecken verbreiten sich, blankes Entsetzen,

wieviele Verletzte wird es geben, wieviel Tote?

 

Wann wird die gefrässige Gier des Tyrannen gesättigt sein,

wann der Blutstrom versiegen, wann die Waffen schweigen?

 

Hilflos starre ich auf die Bilder und Meldungen,

meine Fäuste voll Wut, in meinen Augen regnet es.

 

Fahr den Kriegstreibern in die Parade, Ewiger. Allen!

Leg ihnen das Handwerk, lass sie straucheln und fallen.

 

Wecke den Mut und den Widerstand der Rückgrat-Starken,

lass das Volk sich erheben und die Verbrecher entlarven.

 

Nicht entmutigen lassen sollen sich alle, die an den Frieden glauben,

die unverdrossen ihre Stimme erheben, gegen Verführer immun sind.

 

Sei unter denen, die nicht schweigen, die nicht wegschauen,

die nicht achselzuckend sagen, was kann ich schon bewirken.

 

Höre unser Beten, unser Schreien, es töne in Deinen Ohren,

unsere Angst um die Welt unser Kinder und Kindeskinder.

 

Sie hast Du uns in die Hände gegeben, Deine Welt ist die unsrige,

In die die Hände fallen soll sie nicht den Machthungrigen ohne Gewissen.

 

Nie werde ich verstehen, warum Du dem allen nur zusiehst,

Deine Hand nicht eingreift und die Tyrannen zerschmettert.

 

Mach Dich gefasst auf meine zornigen Fragen, wenn wir uns sehen werden,

später, in diesem rätselhaften Danach, Deinem geheimnisumwobenen Himmel.

 

Dann will ich Antworten, will Erlösung und endgültigen Frieden,

jetzt aber will ich nicht aufgeben, zu tun was, ich tun kann,

 

damit wir jetzt und auch künftig den Namen verdienen,

den wir so selbstverständlich als unseren eigenen tragen,

 

und ehrlich und glaubwürdig und unverhärtet berührbar,

als menschlicher Mensch unter menschlichen Menschen leben.

Stephan Wahl

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Beten in der Zeit von Corona
Andacht 
von Diakon i.R. Peter Weiler

Ökumenisches Fürbittgebet zu Advent und Weihnachten

Auch am Ende dieses Jahres erleben wir wieder, wie stark die gegenwärtigen Krisen unserer Welt, vor allem auch die Corona-Pandemie, unser Leben bestimmen. Daher laden auch in diesem Jahr Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann alle Christinnen und Christen im Bistum Speyer und in der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) sowie in den Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest ab der 3. Adventswoche bis zum Fest der Darstellung des Herrn/ Mariä Lichtmess am 2. Februar 2022 zum gemeinsamen Fürbittgebet ein.

Die Gebetsvorlage kann für das persönliche und gemeinsame Gebet zuhause, als Fürbittgebet in Gottesdiensten, aber auch bei Sitzungen und Begegnungen auf Ebene der Kirchengemeinden/Pfarreien/Gemeinden verwendet werden.

 Als ökumenisches Zeichen soll zusätzlich ein Läuten der Kirchenglocken an jedem Mittwoch um 19.30 Uhr in dem genannten Zeitraum dienen. Weitere Infos.

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Ökumenisches Gebet
zu Advent und Weihnachten 2021

Wortlaut: Gebet von Papst Franziskus um ein Ende der Pandemie

»Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesmutter.“

In dieser dramatischen Situation voll von Leiden und Ängsten, welche die ganze Welt bedrücken, wenden wir uns an dich, o Mutter Gottes und unsere Mutter, und suchen Zuflucht unter deinem Schutz und Schirm.

O Jungfrau Maria, in dieser Pandemie des Coronavirus wende deine barmherzigen Augen uns zu und tröste alle, die um ihre verstorbenen Angehörigen trauern und weinen, die zuweilen in einer die Seele verletzenden Weise beerdigt wurden. Stütze alle, die sich um die Kranken ängstigen, denen sie wegen der Ansteckungsgefahr nicht nahe sein können. Schenke Zuversicht denen, die wegen der ungewissen Zukunft und der Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit in Sorge sind.

Mutter Gottes und unsere Mutter, erflehe für uns bei Gott, dem barmherzigen Vater, dass diese harte Prüfung ein Ende habe und am Horizont wieder Hoffnung und Friede erscheine. Wie zu Kana trete bei deinem göttlichen Sohn für uns ein, dass die Familien der Kranken und der Verstorbenen getröstet werden und sie im Herzen wieder Vertrauen fassen können.

Beschütze die Ärzte, die Krankenschwestern und –pfleger, die im Gesundheitswesen Tätigen und die Freiwilligen, die in dieser Notsituation an vorderster Front kämpfen und ihr Leben riskieren, um das anderer zu retten. Begleite ihr heroisches Bemühen und gib ihnen Kraft, Güte und Gesundheit.

Sei du bei denen, die Tag und Nacht die Kranken pflegen, und hilf den Priestern, die mit seelsorgerischem Eifer und einem dem Evangelium entsprechenden Einsatz versuchen, allen zu helfen und eine Stütze zu sein.

Heilige Jungfrau Maria, erleuchte den Verstand der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, auf dass sie geeignete Lösungen zur Bekämpfung des Virus finden.

Stehe den Verantwortlichen der Nationen bei, dass sie Weisheit, Fürsorge und Großmut walten lassen und mit Weitblick und im Geist der Solidarität durch soziale und wirtschaftliche Programme all denen zur Hilfe kommen, denen das Nötige zum Leben fehlt.

Heilige Maria, rühre die Gewissen an, damit die Unsummen für die Vermehrung immer ausgeklügelterer Waffensysteme vielmehr einer angemessenen Forschung zur künftigen Vermeidung ähnlicher Katastrophen zugutekommen.

O geliebte Mutter, lass in der Welt das Zugehörigkeitsgefühl zu der einen großen Familie wachsen im Bewusstsein des Bandes, das uns alle eint, damit wir in geschwisterlichem und solidarischem Geiste der vielfachen Armut und den Situationen des Elends Abhilfe leisten. Stärke uns, damit wir feststehen im Glauben, Ausdauer haben im Dienen und beharrlich sind im Beten.

O Maria, Trösterin der Betrübten, nimm deine geplagten Kinder in den Arm und erwirke bei Gott, dass er in seiner Allmacht eingreife, um uns von dieser schrecklichen Epidemie zu befreien, damit das Leben unbeschwert wieder seinen normalen Gang aufnehmen kann.

Dir vertrauen wir uns an, die du auf unserem Weg als Zeichen des Heils und der Hoffnung erstrahlst. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria. Amen.

(vatican news - sk)

Hausgottesdienst feiern

Auch zu Hause besteht die Möglichkeit, sich mit Christinnen und Christen auf der ganzen Welt betend und feiernd zu verbinden. Ein Hausgottesdienst bietet die Möglichkeit zur Besinnung und zum gemeinsamen Gebet, beispielsweise in der Familie. Im Folgenden stellen wir Ihnen unterschiedliche Vorlagen für die Gestaltung eines Hausgottesdienstes zur Verfügung.

Weitere Vorlagen zu allen Sonn- und Festtagen finden Sie auch auf folgenden Internetseiten:

Das Schottmessbuch bietet die Möglichkeit, die Texte der Tagesmesse des jeweiligen Wochen- bzw. Sonntages zu sehen und mitzulesen. Darüber hinausgibt es ebenfalls einen kleinen Impuls zum Weiterdenken: https://erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html