Rückblick auf die Weihnachtsbotschaften in den Christmetten der Gemeinden in der Pfarrei
„Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden den Menschen“ – Diese Worte aus der Weihnachtsbotschaft erinnern uns jedes Jahr daran, was das Fest der Geburt Jesu für uns bedeutet.
Im zurückliegenden Weihnachtsfest feierten viele Menschen in den Gemeinden der Pfarrei gemeinsam diese frohe Botschaft in den jeweiligen Christmetten.
Die Predigten in den Gottesdiensten waren dabei nicht nur eine Reflexion über die Geschichte von Jesu Geburt, sondern auch ein Spiegel der Sehnsüchte und Hoffnungen der Menschen in unserer Zeit. So werfen wir nun einen Blick auf die Inhalte und Schwerpunkte der diesjährigen Weihnachtspredigten der Gemeinden. Welche Impulse und Gedanken nehmen wir daraus mit auf den Weg in das neue Jahr?
Lassen Sie sich von den vielfältigen Perspektiven und tiefgründigen Einsichten inspirieren:
Leitender Pfarrer Michael Hergl feierte die Christmette in Rödersheim. Er ging von der Frage vieler Menschen aus, warum Gott nicht machtvoll eingreift und Kriege und Gewalt beendet. Weihnachten gibt uns keine einfache Antwort auf das ‚Warum‘, aber es zeigt uns das ‚Wie‘ Gottes: Gott schickt keinen Racheengel, sondern ein Kind. Er kam als hilfloses, kleines Kind auf die Welt, um die Menschen mit Liebe zu gewinnen. Die Gewalt bricht er nicht durch mehr Gewalt, sondern durch eine Liebe, die sich hingibt. Er ist nicht fern, sondern als Mitleidender bei den Opfern und begegnet uns in ihnen. Unser Gott akzeptiert unsere Freiheit, aber nimmt uns nicht die Verantwortung, Wenn wir IHN zu uns kommen lassen wird er in und durch und mit uns wirken, damit wir Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit stiften, da, wo wir leben, damit immer mehr Weihnachten wird.
Pfarrer Gerhard Matt war mit Diakon Claus Kasper in Dannstadt Zelebrant und erinnerte in seiner Weihnachtansprache an das große Geschenk, das Gott den Menschen macht: Jesus Christus, durch den das Dunkel der Welt erhellt wird. Gott wird als Kind in der Krippe geboren, er macht sich arm und gering. Frieden kann nicht durch Macht und Gewalt kommen, sondern nur durch Menschlichkeit und Liebe. Jede Religion, die Gewalt predigt und ausübt, handelt nicht im Sinne Gottes. Gewalt und Gott passen nicht zusammen! Gott ist die Liebe, - das zeigt und betont das Weihnachtsfest.
Kaplan Jaimon stellte in seiner Predigt in St. Medardus Mutterstadt die Armut der Geburt Jesu in den Mittelpunkt seiner Auslegung und übertrug dies auf die Bedürftigkeit der heutigen Zeit. „Die Armut in unserer Welt hat viele Gesichter: Es fehlt an Liebe und Mitmenschlichkeit bei zunehmender Einsamkeit der Menschen. So wird Jesus in die Armut der Gegenwart geboren und gibt uns durch seine Menschwerdung Hoffnung,“ sagte der Kaplan eindringlich.
Generalvikar Markus Magin sprach bei der Christmette in Hochdorf auch über Zuversicht aus der Weihnachtsbotschaft. Dabei nutzte er das Stroh in der Krippe Jesu als Hoffnungszeichen für unsere Welt. „Wir gehen nicht mit leeren Händen vom Weihnachtsfest weg. Jeder Strohhalm aus der Krippe kann Hoffnungszeichen sein für uns und unsere Gesellschaft. Weihnachten wird nicht einfach abgehakt und der Alltag geht weiter. Nein, wir nehmen die Hoffnung aus dem Weihnachtsfest mit in das neue Jahr,“ erläuterte der Generalvikar.
In den Weihnachtsbotschaften wurde deutlich, dass die Sehnsucht nach Frieden unter den Menschen ungebrochen ist. Die Verantwortlichen in der Pfarrei Heiliger Sebastian hoffen auch auf einen guten Weg in den anstehenden Veränderungen der Pfarreizuschnitte, die derzeit erarbeitet werden. Wir sind weiter als „Pilger der Hoffnung“ unterwegs – auch über das Heilige Jahr hinaus.