Impulse

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Ökumenisches Gebet
in Zeiten der Krise
Bibelstellen und Gebete

Jes 43, 1 ff:

Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! 2 Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du ins Feuer gehst, wirst du nicht brennen, und die Flamme wird dich nicht versengen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. … Weil du teuer bist in meinen Augen und herrlich und weil ich dich lieb habe,…  Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir!

 

Psalm 91,1-5. 11:

Wer im Schutz des Höchsten wohnt, *
der ruht im Schatten des Allmächtigen.
Ich sage zum HERRN: Du meine Zuflucht und meine Burg, *
mein Gott, auf den ich vertraue.
Denn er rettet dich aus der Schlinge des Jägers *
und aus der Pest des Verderbens.
Er beschirmt dich mit seinen Flügeln, /
unter seinen Schwingen findest du Zuflucht, *
Schild und Schutz ist seine Treue. 

Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten, *
noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt,…

Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen.“

 

Psalm 23,4:

Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.

Röm 8, 28:

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht

Johannes 15, 3.7:

Ihr seid schon rein kraft des Wortes, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir und ich bleibe in euch… Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.

 

Wir dürfen wie in der ganzen Kirchengeschichte stets auch unsere Zuflucht zur Gottesmutter Maria nehmen, die Jesus testamentarisch am Kreuz allen Menschen als Mutter und Trösterin gegeben hat.

 

Unser Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann lädt alle Gläubige zum Angelus-Gebet (Der Engel des Herrn) füreinander ein: „Wir wollen uns dreimal täglich zu einer bistumsweiten Gebetsgemeinschaft verbinden. Dabei wollen wir besonders an die Menschen denken, die am Corona-Virus erkrankt sind. Zugleich gilt das Gebet den Ärzten und Pflegekräften, die die Erkrankten medizinisch betreuen.“

In vielen Kirchen läuten dreimal täglich die Glocken, um uns an die bedeutendste Stunde der Menschwerdung Gottes durch das freie Jawort Mariens zu erinnern und zu diesem Gebet einzuladen.

Am Sonntag, 29. März hat Bischof Wiesemann die Not der Menschen zur Patronin unseres Bistums, Maria getragen.

Hier das Gebet:

Gebet zur Patrona Spirensis in der Corona-Krise

Heilige Jungfrau und Mutter Maria. Seit ältesten Zeiten stehen dieser Dom und unser Bistum unter deiner besonderen Fürsprache, unter deinem Schutz und Schirm. Vor deinem Bild betete der heilige Bernhard von Clairvaux, o gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria. Vor dir kniete der heilige Papst Johannes Paul II, als er 1987 unser Bistum besuchte und uns im Glauben ermutigte. Unzählige Pilger sind im Laufe dieser Jahrhunderte hier zu deinem Gnadenbild in Not und Leiden, in Hoffnung und Freuden gekommen. Hier hat der selige Paul Josef Nardini sich deinem mütterlichen Herzen anvertraut und die heilige Edith Stein in ihrer Speyrer Zeit Kraft geschöpft und Trost erfahren. Dein Bild hier in unserem Dom ist mit der Geschichte der Menschen in unserer Region rechts und links des Rheins, ja mit der Geschichte unseres Bistums eng verbunden. Es wurde trotz aller Zerstörungen immer wieder durch den Glauben der Menschen erneuert, und so rufen wir dich an als den Meeresstern, der uns in den Stürmen der Zeiten die Orientierung bewahrt, als die Morgenröte, die uns nach dunkler Nacht den Aufgang aus der Höhe, das Licht des Lebens zeigt: Jesus Christus, deinen Sohn und unseren Herrn und Heiland.

Heute bin ich in den leeren Dom gekommen, um dir, Maria, aufs Neue unser Bistum, die Menschen in unserem Land, ja, angesichts der globalen Dimension der Pandemie, die uns getroffen hat, die ganze Menschheitsfamilie in ihrer Not ans Herz zu legen. Denn wir alle sind Kinder des einen Vaters im Himmel, Brüder und Schwestern in gemeinsamer Solidarität und gegenseitiger Verantwortung. Du, Maria, bist unsere Schwester im Glauben, denn dein Ja-Wort ermutigt uns, auch heute unser ganzes Vertrauen auf den lebendigen Gott zu setzen. Wir grüßen dich mit dem „Salve Regina“ und rufen dich an als „unsere Hoffnung“.

Siehe, unsere wunderbare Erde, die wir aus der Hand des guten Schöpfers empfangen haben, ist zum Tal der Tränen geworden. Du Trösterin der Betrübten, sieh auf das Leiden so vieler, die um liebe Menschen trauern, die um ihr Leben ringen, die nach Hilfe und Heilung schreien. Sieh auf alle die, die sich über die Maßen einsetzen für das Leben anderer, für ihre Würde, für ein wenig Menschlichkeit mitten in Verlassenheit, Angst und Not. Wie du mit den Aposteln im Gebet vereint warst, so wollen auch wir uns beim Läuten der Glocken an jedem Abend zu einer großen Gemeinschaft des Gebetes und der Solidarität über alle konfessionellen Grenzen hinweg verbinden. Die Kerzen in unseren Fenstern entzünden wir als ein Licht der Hoffnung. Bete mit uns, bitte für uns, du Mutter unseres Herrn.

In diesem Augenblick, in dem uns so viel an unmittelbarem menschlichem Kontakt fehlt, ist das Wissen um deine mütterliche Nähe so wichtig. Unter dem Kreuz hat Christus seinem Lieblingsjünger Johannes dich zur Mutter gegeben – für uns das wichtige Zeichen vom Herrn selbst, dass deine mütterliche Liebe uns alle trösten und durch die Zeiten begleiten soll.

Daher bitten wir dich als unsere Schwester im Glauben, in der Hoffnung und der Liebe:

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, heilige Gottesmutter. Sei uns mütterlich nahe in dieser Not, damit wir ganz auf den vertrauen, der unser Heiland und Erlöser ist, Jesus Christus, dein lieber Sohn, unser Herr und Gott. Sei nahe allen, die jetzt in großer Sorge sind und auf Gottes Hilfe bauen. Sei nahe allen, die sich mit großer Verantwortung aufopferungsvoll um die Menschen in unserem Land, insbesondere um die Kranken, kümmern. Sei nahe unseren Priestern und Diakonen und allen Seelsorgerinnen und Seelsorgern zusammen mit den vielen Gläubigen, die uns durch Worte und Taten Gottes Gegenwart und Heil mitten in dieser Bedrängnis erfahren lassen. Deiner Fürsprache vertraue ich unser Bistum und alle Menschen an. Du bist den Kreuzweg deines Sohnes im Inneren mitgegangen. Nun trägst du die die Freude der Auferstehung in deinem Herzen. Hilf uns, dass dieses Licht der Hoffnung in uns niemals erlischt und öffne unsere Augen und Herzen für den, auf den all unsere Hoffnung gründet, Jesus Christus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria! Amen.

 

Gebet von Papst Franziskus vor dem Marienbild in Santa Maria Maggiore in Rom:

Maria, wir vertrauen uns Dir an, Du Gesundheit der Kranken.

In diesen Zeiten einer Pandemie vertraut Papst Franziskus Rom, Italien und die ganze Welt dem Schutz der Gottesmutter Maria an:

„O Maria, Du erleuchtest immer unseren Weg als ein Zeichen der Erlösung und Hoffnung. Wir vertrauen uns Dir an, Du Gesundheit der Kranken, die Du am Kreuz an den Schmerzen Jesu teilhattest und Deinen Glauben bewahrt hast.

Du, Heil des römischen Volkes, weißt, was wir brauchen. Und wir sind sicher, dass du dafür sorgen wirst, dass so wie in Kana in Galiläa die Freude und das Fest zurückkehren werden nach der gegenwärtigen Prüfung. Hilf uns, Mutter der göttlichen Liebe, dem Willen des Vaters nachzukommen und das zu tun, was Jesus uns sagt, der unsere Sorgen und unser Leid auf sich genommen hat, um uns durch das Kreuz zur Freude der Auferstehung zu führen. Amen.

Unter Deinem Schutz suchen wir Zuflucht, Heilige Mutter Gottes. Verachte nicht die Bitten von uns in diesen Zeiten der Prüfung, und erlöse uns von aller Gefahr, o glorreiche und gesegnete Jungfrau."

Mit diesen Worten bat Papst Franziskus die Gottesmutter um Beistand angesichts der Corona-Pandemie.

 

Unser Pfarrpatron, der Hl. Sebastian hat offensichtlich in der Pestzeit, wo es ebenfalls keine Medizin gab, die Not abgewendet. Hl. Sebastian, bitte für uns!