kfd-Fasnacht 2019 in Mutterstadt

Veröffentlicht am 04.03.2019
Autor: Pfarrei Hl. Sebastian

KABARETT, KABARETT. BEI UNS IS ES GENAU SO SCHÄH !!!

Das Motto stimmte! Die katholische Frauengemeinschaft, Kfd genannt, hatte am Freitag ihren zweiten Auftritt im Pfarrheim. Ausgebucht! Trotz starker Konkurrenz vom Fernsehen aus Mainz. Am Donnerstag war Weiberfastnacht, daher waren nur die Frauen eingeladen. Die Bühne wurde von Elvira Müller mit den Kindern der ev. Kita 1 gebastelt. 

Nach einer lustigen Begrüßung führte Roswitha Schweißgut durch das Programm. Sie ist eine richtige Allzweckwaffe: Roswitha wirkt bei verschieden Sketchen mit, kümmert sich um die Technik und Musik (Thomas Ritter beherrscht seine Anlage virtuos), sie füllt Engpässe mit passenden Witzen und sorgt für frische Luft in der Pause. „Singt und klatscht, geht aus euch raus, denn des Künstlers Brot ist der Applaus“, motivierte sie das närrische Volk im Saal.

Es Kättelche aus Mutterstadt, Gerda Heene, wollte mit dem Zug fahren. Ein Billett wollte sie nicht, aber eine Fahrkarte mit Zuschlag. Den hat sie ausprobiert. Auf Strümpfen läuft sie über den Bahnhof wegen dem Schild „ Geleise“. Ohne abzulesen, strapazierte sie die Lachmuskeln der Narrenschar mit einer Kette von Kalauern.

Alle loben ALEXA - aber, kann die auch Pfälzisch? Lucia Görtz und Silke Stanek haben es ausprobiert. „ALEXA, wie wird heute das Wetter?  A isch bin doch ken Frosch! ALEXA, schicke eine Nachricht an Tom – den kenn ich net!“  ALEXA ist eindeutig überfordert.

Alice im Wunderland, kennt fast jeder. Aber Alice im Juki-Land? Das ist neu in Mutterstadt. Juki, das ist die „Junge Kirche“. Geführt von der Erzählerin, Jana Willersinn und begleitet von Musik aus Disney Filmen, trifft Alice verschiedene Typen: Eine Meerjungfrau sitzt auf dem Trockenen, Dornröschen ist auf dem Trip, eine Eisprinzessen und einen Saarländer. Die Treffs werden durch Tänzchen illustriert. Alice hilft allen. Ihr Motto: „Freundschaft ist das Wichtigste im Leben“.

Der Sketch von Julia Berkel und Gabriele Tischper, Bauer und Tochter, macht deutlich: Lösen von Kreuzworträtseln bildet. Vater: Weinsorte vom Fuße des Ätna ? Tochter: Glühwoi. Sie schweifen aber auch ständig ab. Vater erzählt: Nachbar Hannes hatte Probleme beim Melken. Die Kuh Elsa stößt immer den Eimer um. Nachdem er ihr die Beine mit Stricken und den Schwanz mit seinem Hosengürtel festgebunden hatte, wollte in Ruhe weiter melken. Dabei rutscht ihm die Hose runter. In dem Moment kommt die Bäuerin in den Stall. War das peinlich! 

Nur in der Freitagssitzung , kommt das Pastoralteam zu seinem Auftritt.  Pfarrer Hergl, Kaplan Jaimon und Diakon Kasper singen, begleitet von Gitarre und Mandoline, ein Lied über das Leben in der Pfarrei. Die Narrengemeinde singt das „Faria Faria Ho…“ aus vollem Halse mit.

Es geht weiter mit einem Showtanz. Getreu dem Motto, KABARETT; tanzen vier Damen, aus dem Kreis der Aktiven, einen echten Can-Can wie im Moulin Rouge. Oh, wie war das schön, oh wie …sang spontan das Publikum und forderte eine Zugabe.
Carmen Jakoby, als Mann verkleidet, startet eine Art von Witzolympiade. Einige Beispiele: Wann kommt der nächste Zug? Kann net lang daure, die Schiene liggen schun. Ich bin neulich mit Vollgas an die Garage gebrummt. Zum Glück hat ich es Auto net dabei. Oder. Jakobsweg ohne Kaffee, des is wohl die Krönung. Noch einer. Es kommt Besuch. Dem Mann fehlt ein Ohr. Vorsicht, bitte nicht darauf ansprechen. Dann kommt sowas: „ Gell sie trage Haftschale“? Ja, warum? „Weil ein Brillengestell abrutschen würde“.

Sibylle Lahr, Fußballer wird von Annemarie Hoffmann, Reporter, nach dem Spiel interviewt. Fehlte es nicht an der Abstimmung? Ja, wir haben den Rhythmus verloren, den wir vorher nicht gefunden hatten. Es folgten noch weitere Zitate, die echt so oder so ähnlich gefallen sein sollen. Dann kommt die Krönung: „Wollen sie noch jemanden grüßen“? „Ja, ich grüße Mama und Papa – und meine Eltern“.  

Sechs gestandene Männer, von Gabriele Tischper trainiert, das St. Medardus Männerballett. Wie zu vermuten: „Nur für sie, direkt aus Paris“ verkündet Roswitha Schweißgut. Graziös wie Grizzlybären, gekleidet wie die Damen im Moulin Rouge, schweben sie zu „Pigalle, Pigalle das ist die… über die Bühne. Ohne Zugabe, gab es kein Entkommen. Dabei war extra eine Rettungsgasse im Saal eingerichtet.

Lucia Görtz berichtete aus ihrem Alltag als Lehrerin. Also was die Schüler heute so von sich geben: „ He Alder, do bischt platt“. De Luther hot  95 Prothese an die Kirchentür genagelt. Passatwinde? Wes ich net, moin Vadder fahrt BMW. Plural von Rettich?  Meerrettich. 4 Elemente? Luft, Feuer, Wasser und Schorle. Wenn mein Vater abends sein Schorle trinkt, sagt die Mutter: Jetzt is er wieder in seinem Element. Die älteren Semester sind jetzt schon langsam in der Fledermausphase, erklärt die Pädagogin. Nachts flattern sie und am Tage hängen sie rum.

Danach sorgen Julia und Roswitha mit ihrem Mitmachtanz für Bewegung im Saal. „Droben auf dem Berg da steht ein kleiner Zwerg“ sang die Narrenschar und tanzte freudig mit. In dem folgenden Sketsch ging es um einen Theaterbesuch, als Geburtstagsgeschenk gedacht. Eine Serie von Missverständnissen an der Abendkasse, endet schließlich zu Hause beim „Bergdoktor“. Zwei Stargäste sangen: „Ein Stern, der deinen Namen trägt…“ Die Bühne reichte ihnen nicht, sie mussten auch noch über Tisch und Bänke tanzen. Das Publikum war begeistert.

Zum Aufzug ertönt der „Gefangenenchor“. Dann klemmt sich der Richter die Gefangenen vor. Seine Fragen werden durch passende Lieder und Songs beantwortet, und zwar ganz schön frech. Richter: Wie habt ihr das gemacht? Antwort im Chor: Auf und nieder, immer wieder…. Bereut ihr eure Taten? Oh, wie war das schön, Oh….

Mitternacht war schon vorbei als sich alle Akteure zum Finale auf der Bühne einfanden. Von Herzen bedankte sich Roswitha Schweißgut bei allen fleißigen Helfern und den „Künstlern“, die mit viel Applaus „gesättigt“ wurden.