Goldenes Priesterjubiläum Pfarrer Matt am 08.03.2020

Veröffentlicht am 10.03.2020
Autor: Martina Englmann

Am Morgen des 8. März versammelte sich eine große Festgemeinde in St. Medardus.

Alle waren gekommen, um gemeinsam mit Herr Pfarrer Matt sein Goldenes Priesterjubiläum zu begehen.

Unter festlichen Orgelklängen und dem Lied „Dein Lob, Herr, ruft der Himmel aus“ zog der Jubilar mit Konzelebrant Pfr. Hergl, Messdienern und Fahnenträgern in seine frühere Pfarrkirche ein.

Hier wirkte er in den Jahren 1993 bis zu seinem Ruhestand 2005 und prägte eine wichtige Zeit in der Pfarrei St. Medardus.

Herr Pfarrer Matt begrüßte besonders diejenigen, die schon vor 50 Jahre bei seiner Priesterweihe dabei waren – seine Familie. Ein herzliches Willkommen galt dem Vertreter der politischen Gemeinde, Herrn Bürgermeister Hans-Dieter Schneider sowie Herrn Pfarrer Heiko Schipper von der Protestantischen Gemeinde. Viele Wegbegleiter und Freunde von Herr Pfarrer Matt fanden den Weg zu diesem Festgottesdienst, sie bildeten seinen beruflichen Weg ab von seiner ersten Stelle als Kaplan bis zu seinem jetzigen Un-Ruhestand. Der Kirchenchor gestaltete gemeinsam mit dem Jungen Chor festlich den musikalischen Part dieses Festgottesdienstes.

Rückblickend auf die mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil verbundenen Hoffnungen legte Herr Pfarrer Matt das Sonntagsevangelium vom Berg Tabor aus auf die Kirche der heutigen Zeit.

Im Gegensatz zu den lichtdurchfluteten Erlebnissen auf dem Berg Tabor zeigte er auf, wie notwendig die Präsenz von Kirche im Tal, im Alltag bei den Menschen ist. Mitglieder aus der Gemeinde brachten Fürbitten, die auf Herrn Pfarrer Matt abgestimmt waren, mit passenden symbolischen Gaben zum Altar. Auch hier war eine große Verbundenheit zu dem früheren Seelsorger spürbar. Kleine Messdiener brachten eine Jubiläumskerze mit der Bitte um Seelsorger und Menschen, die die gute Botschaft mit ihrem Leben in Wort und Tat verkünden. Ein junges Ehepaar, von Herrn Pfarrer Matt getraut, brachte ein Blütenherz mit der Bitte um offene Augen für unsere Mitmenschen. Die Gabe Salz stand für die Verbindungen zu unserer Protestantischen Nachbargemeinde, der Evangelischen Freikirche und den Muslimen in Mutterstadt, mit denen Herr Pfarrer Matt einen engagierten und freundschaftlichen Kontakt pflegte.

Zum Ende des Gottesdienstes brachte Herr Pfarrer Matt seine Hoffnung mit diesen Worten vor Gott:

Herr, ich träume von einer Kirche, die mir zeigt,
wie Christen miteinander leben,
einer Kirche, in der jeder seinen Platz hat,
in der jeder einzelne geschätzt und akzeptiert wird,
wo es keine Über- und Unterordnung gibt
weil Christus der einzige Herr ist,
und der umgreifende Maßstab heißt Dienst an der Kirche.
Ich träume von einer Kirche, deren Probleme
nicht in der Auslegung kirchlicher Kultvorschriften
und in der Durchführung theologischer Diskussionen bestehen,
sondern alles daransetzt, den Anspruch des Evangeliums
in ihrem konkreten Leben zu verwirklichen.
Ich träume von einer Kirche, deren Mitglieder
kein feierliches Sonntagsgesicht aufsetzen,
und Glauben und Leben fein säuberlich trennen.
Ich träume von einer Kirche,
in der Freude und Fröhlichkeit wichtige Bestandteile sind,
in der jeder spürt, dass Glauben Erlösung bedeutet.

Frau Zwierlein gratulierte dem Jubilar im Namen aller Pfarrmitglieder und überreichte neben einem Fotobuch der Kirche St. Medardus auch etwas für die Reisekasse. Alle Anwesenden waren in unser Pfarrzentrum zu einem Sektempfang eingeladen. Viele Besucher folgten gerne dieser Einladung und konnten dort dem Jubilar persönlich gratulieren. So auch unser Bürgermeister, Herr Hans-Dieter Schneider und die protestantischen Pfarrer Herr Schipper und Herr Trautwein.