Die Kirche ringt um den gemeinsamen Weg in die Zukunft

Die Kirche ringt um den gemeinsamen Weg in die Zukunft

Veröffentlicht am 31.03.2021
Autor: Vorstand des Pfarreirats

Information zur aktuellen Diskussion um die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren

Am 15. März 2021 wurde ein Schreiben der Glaubenskongregation des Vatikan veröffentlicht, das auf viel Unverständnis stieß und viele Proteste auslöste, weil die Kirche nicht die Vollmacht habe zur Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Ein Thema, das die Gesellschaft und Kirche polarisiert. Menschen sind entsetzt, enttäuscht, verletzt. Was steht drin in diesem Schreiben mit einer Seite Text und der Überschrift: „Responsum ad dubium" ("Antwort auf eine Zweifelsfrage") der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts.

Hier finden Sie den Link zum Nachlesen dieser sogenannten "Note": press.vatican.va

Zitate aus dem Schreiben:

 „Gott liebt jeden Menschen. Und Gleiches tut auch die Kirche, indem sie jede ungerechte Diskriminierung ablehnt.“

„Die christliche Gemeinschaft und die geistlichen Hirten sind aufgerufen, Menschen mit homosexuellen Neigungen mit Respekt und Takt aufzunehmen; sie werden im Einklang mit der kirchlichen Lehre die am besten geeigneten Wege zu finden wissen, um ihnen das Evangelium in seiner Fülle zu verkünden. Diese Personen mögen gleichzeitig die aufrichtige Nähe der Kirche anerkennen – die für sie betet, sie begleitet, mit ihnen den Weg des christlichen Glaubens teilt.“

„Die Antwort auf das vorgelegte Dubium schließt nicht aus, dass Segnungen einzelnen Personen mit homosexueller Neigung gespendet werden.“

Einige Bischöfe betonen das Anliegen des Schreibens sei es vor allem, die Bedeutung und den Wert Ehesakraments zu schützen.

Oft zitiert wurde Papst Franziskus:

In Bezug auf Jugendliche sagte er: Homosexuelle „sind Kinder Gottes und haben das Recht auf eine Familie. Niemand sollte wegen seiner sexuellen Veranlagung ausgeschlossen oder unglücklich werden."

Denn Kirche sei nicht zum Moralisieren da, sondern zum Hüten und Begleiten aller, auch der unverheirateten Paare, der Patchworkfamilien, der Homosexuellen.

Und gegen deren gesellschaftliche Diskriminierung: "Was wir benötigen, ist ein Gesetz, das eine zivile Partnerschaft ermöglicht".

Stellungnahmen von Bischöfen finden sich unter: domradio.de

Eine unseres Erachtens ausgewogene Stellungnahme machte der Katholikenrat der Diözese Speyer am 22. März. Sie finden diese unter: katholikenrat-speyer.de

Weiter hat der BDKJ Speyer einen offenen Brief verfasst, den Sie hier finden: bistum-speyer.de

Wir laden Sie ein: Informieren Sie sich und bilden sich selbst eine Meinung.

Der Vorstand des Pfarreirats